Änderungen der Ausbildungsrichtlinien

Fahrerlaubnisverordnung (FeV) Führerscheinkurse

nachdem wir bereits im September 2014 eine Neuregelung der Ausbildungsinhalte zu Erste Hilfe Kursen mit den Berufsgenossenschaften getroffen haben, hat der Freistaat Bayern sich im Bereich der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) nun auch angeschlossen. Mit Schreiben vom 27.03.2015 hat das bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr folgendes erlassen:

"Schulung in Erster Hilfe (§19 FeV n.F.)
Nachweise über die Teilnahme an einer Schulung in Erster Hilfe (9 Unterrichtseinheiten nach neuem Lehrplan) werden ab sofort für alle Fahrerlaubnisklassen als ausreichender Nachweis im Sinne von §21 Abs.3 Satz1 Nr.5 FeV anerkannt."

Für die Führerscheinklassen A, A1, A2, AM, B, BE, B96, C, CE, C1, C1E, D, DE, D1, D1E M, L und T , Wiedererteilung der alten Klassen 2 und 3 sowie für den Erwerb des Personenbeförderungsscheines reicht es ab sofort der Kurs: Erste Hilfe Ausbildung (eintägig)

    Die Unterscheidung zwischen lebensrettende Sofortmaßnahmen und großer Erste Hilfe Kurs wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Sie können ab sofort für alle Führerscheinklassen die Erste Hilfe Ausbildung (neu: eintägig) absolvieren.

 

Schreiben des Freistaats Bayern zur Änderung der Erste Hilfe Ausbildung

 

Betriebliche Ersthelferaus- und Fortbildungen

In den letzten Jahren haben sich in den verschiedenen Themenfeldern, u.a. im Bereich der Reanimation deutliche Vereinfachungen ergeben. Gleichzeitig deuten verschiedene wissenschaftliche Studien darauf hin, dass die Fülle der insbesondere für die Grundausbildung vorgesehenen Themen negative Auswirkungen auf die mittel- bis langfristige Verfügbarkeit der Kenntnisse bei den Teilnehmern hat.

Sowohl die Unfallversicherungsträger als auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe sprechen sich u.a. aus o.g. Gründen für eine Revision der Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildung aus. Die Erste-Hilfe-Ausbildung wird ab 01. April 2015 auf 9 UE gestrafft und der Umfang der regelmäßigen, in Zeitabständen von zwei Jahren erforderlichen Fortbildung, auf 9 UE ausgeweitet.

Die Erste Hilfe Ausbildung fokussiert sich deshalb zukünftig auf die Vermittlung der lebensrettenden Maßnahmen und einfacher Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie grundsätzlicher Handlungsstrategien. Dies bedeutet Verzicht auf zu hohe Detailgenauigkeit der Anweisungen und Verzicht auf überflüssige medizinische Informationen. Die Erste Hilfe Fortbildung ist deutlich zielgruppenorientierter gestaltet. Hierfür stehen optionale Themen zur Verfügung, die anhand des spezifischen Bedarfs bzw. der
Anforderungen der Teilnehmer/Unternehmen ausgewählt werden können. Auch Erste Hilfe Maßnahmen in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder können im Rahmen der Fortbildungen abgedeckt werden.

 

 

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